Öffnen und neu besetzen: Platz da!

    Der Platz wird geöffnet, so dass er als urbaner Ort im Stadtraum wahrgenommen wird. Dazu wird der Wall abgetragen. Ein neuer skulpturaler Schwerpunkt  wird gesetzt, der Platz und Umgebung verknüpft:

    Eine grüne Rasenlinse, robust eingefasst durch einen Natursteinring markiert den Franz-Neumann-Platz im Stadtraum. Der Platz wird offener und transparenter ohne seine räumliche Abgrenzung zur vielbefahrenen Straße zu verlieren. Die Bewegung wird durch die neue Raumskulptur intuitiv geleitet. Fließende Bewegungslinien, im Pflaster dezent markiert durch unterschiedliche Oberflächenbehandlung, erleichtern die Orientierung. Der Radius der Grünen Linse wirkt als Anziehungspunkt, auf den materialeinheitlichen großzügigen Flächen entstehen verschiedene Bereiche mit unterschiedlichen Atmosphären.

    Der einfassende Natursteinring verändert seine Breite und Höhe allmählich, so dass verschiedene Nutzungen möglich werden und individuelle Aufenthaltswünsche und Sitzhöhen berücksichtigt werden können. Dem Platz zugewandt wird er breiter, gewichtiger. Die wertvolle raumwirksame Rotbuche wird in der Rasenlinse ihrer bestehenden Höhe entsprechend integriert und betont.

    Auf und um die grüne Linse entstehen attraktive Aufenthaltsbereiche für die kleine Pause in der Stadt, das Business Lunch oder als Treffpunkt. Im Norden im Schatten der Rotbuche werden Bewegungsangebote für die ältere Generation (Radtrainer, Pedale und Nordic Trainer) angeboten. Im Süden schließt sich ein Bereich für Außengastronomie an.

    Unter den Ahornbäumen östlich des U-Bahn-Gebäudes entsteht ein weiterer ruhiger Aufenthaltsbereich. Lange Holzbänke mit Lehnen orientieren sich parallel zur Platzkante, ein Wasserspiel bildet eine angenehm frische  Kulisse und wird durch einen informellen Kinderspielbereich im Schatten (Wackelfische, die aus dem Schäferseepark herüber gesprungen sind) ergänzt.

    Das „Kleine Fontainenfeld“, ein begehbares, bodenebenes Wasserspiel, belebt und erfrischt den Platz und kann bei Bedarf (z.B. ein Quartiersfest oder Marktnutzung) abgeschaltet werden.

    Der gesamte Platz wird  von der Pankower Allee bis zur Letteallee materialeinheitlich  in Kleinsteinpflaster gepflastert. Der Ideenteil wird eingebunden, so dass die Letteallee direkt auf den Platz und verkehrsberuhigt über den Platz in Richtung Residenzstraße geleitet wird. Poller verhindern hier das unerlaubte Befahren des Platzes.

    Die neue Offenheit und Materialeinheitlichkeit des Platzes in Kombination mit der starken, skulpturalen Setzung der Rasenlinse ermöglicht einen flexiblen und nutzungsoffenen Stadtraum mit charakteristischer Identität.

    Fläche

    Realisierungsteil: 6.000 qm, Ideenteil: 900 qm

    Auftraggeber

    Land Berlin,
    Vertreten durch Bezirksamt Reinickendorf von Berlin

    Wettbewerb 2020, 3. Preis

    in Zusammenarbeit mit

    Sauerzapfe Architekten, Berlin