Wohnanlage Urselweg, Berlin-Zehlendorf

Wohnanlage Urselweg, Berlin-Zehlendorf


Der städtebauliche Entwurf sieht eine lineare Abfolge von gekoppelten Reihenhausmodulen vor, die, unter Berücksichtigung des wertvollen Altbaumbestandes, die Grundstücksgrenzen parallel begleiten. 

Die Privatgärten erhaltene jeweils eine Sitzterrasse mit einer Sichtschutztrennwand aus Holzbohlen und eine anschließende Rasenfläche zur freien Gestaltung der Eigentümer. Aufgrund der schmalen Grundstückszuschnitte wird auf eine seitliche Begrenzung  zwischen den Grundstücken verzichtet.

Frei angeordnete Solitärsträucher  deuten die Parzellengrenzen spielerisch an, ohne die Sichtbezüge zwischen den Grundstücken einzuschränken, so dass ein großzügiger, landschaftlicher Gestaltzusammenhang der Freianlagen ermöglicht wird.

Die Vorgärten der Wohnhäuser erhalten eine pflegeleichte, gemischte Blühstauden- und Ziergräserpflanzung.

Carports und Müllstellplätze aus materialeinheitlicher, leichter Holzkonstruktion sind den jeweiligen Hauseingangsbereichen rhythmisch zugeordnet.

Im Zentrum der Wohnanlage wird ein Gemeinschaftsfreiraum ausgebildet.

Ein großes Holzsitz- und Spielpodest aus naturbelassenem Douglasienholz, überspannt von einem Hain aus frei angeordneten Solitärgehölzen wird zum kommunikativen Treffpunkt der Bewohner, lädt zum informellen Kinderspiel oder einfach zum Verweilen und Entspannen ein. Zu den Privatgärten hin begrenzt eine halbhohe Hecke den Gemeinschaftsfreiraum.

Der Raum um die beiden großen, markanten Eichen südöstlich des Unterwerkes bleibt von Bebauung freigehalten. Hier bieten zwei großzügige, einladende Holzsitzelemente einen erhabenen Aufenthaltsort unter den mächtigen Kronen der Bäume mit Blick in den zentralen Bereich der Wohnanlage.

Die Lärmschutzwände werden mit naturnahen Bäumen und Sträuchern in frei angeordneten Gruppen höhengestaffelt bepflanzt. Sie werden durch Kletterpflanzen ergänzt.

Das Grundstück wird im Norden über vorhandene, asphaltierte Zufahrten erschlossen. Eine Wohnstraße dient als Ringerschließung der Wohnhäuser. Sie wird als Mischverkehrsfläche ausgeführt. 

Entlang der Ringerschließung werden Straßenbäume begleitend gepflanzt.

Jedem Wohnhaus wird ein PKW-Stellplatz  mit einem optionalen Carport zugeordnet. Besucherstellplätze werden entlang der Lärmschutzwand zur Wannseebahn angeordnet. 

Fläche

9.900 m²

Auftraggeber

HTGS GmbH

Architektur

Baumhauer Eichler Architekten

Pflanzplanung Stauden

Christian Meyer, Berlin

Planung und Realisierung

2012 – 2014