Entwurfskonzept / Leitidee

    Als langer schmaler Riegel legt sich das eingeschossige Besucherzentrum an die Alleenachse und gibt ihr eine räumliche Fassung. Der Neubau versteht sich als durchlässige Struktur, die eine Schnittstelle markiert als Übergang vom Parkplatz in die barocke Welt des Schlossparks.

    Der Außenraum fächert sich in unterschiedliche Bereiche auf und verweist formal auf die umliegenden Feldstrukturen. Der Baukörper ruht auf einem materialeinheitlichen Tableau. Großzügige Wiesen unterstreichen mit Streuobstbäumen den landwirtschaftlich geprägten Charakter der Umgebung und setzen sich bewusst von der barocken Parkanlage ab. Zwischen dem Parkplatz (für PKW und Reisebusse) im Osten und dem Besucherzentrum im Westen legt sich eine großzügige Wiesenfläche, als multifunktional nutzbare Festwiese, flankiert von Streuobstwiesen, als sanfter Übergang von landwirtschaftlichen Flächen in den barocken Landschaftspark. 

    Das Besucherzentrum versteht sich, ohne Prunk und Protz, als dienendes Gebäude, als schlichter Zweckbau und ordnet sich in seiner Materialität den Repräsentationsbauten unter.

    Die Materialien erzeugen durch ihre Schlichtheit ein klares Gesamtbild und beziehen sich dabei auf die umliegende Landschaft.

    Fläche

    18.500 qm

    Auftraggeber

    Landkreis Emsland, Meppen

    Wettbewerb 2018, 1. Preis

    in Zusammenarbeit mit

    STUDIOBORNHEIM Unger Ritter Architekten, Frankfurt am Main