Im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens sollte der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz ein neues Besucherzentrum zugeordnet werden. Die Anlage wurde von Preußen als geografische Mitte einer von Wesel bis Rastatt reichenden Festungslinie zum Schutz gegen die Angriffe französischer Truppen zwischen 1817 und 1828 errichtet. Die auf einem Plateau hoch über dem Rhein thronende Festung soll über ein neues Eingangsgebäude unterirdisch erschlossen werden.

    Der sogenannte „Gedeckte Weg“ war eine der eigentlichen Festung vorgelagerte Verteidigungslinie im Glacis, dem Schlachtfeld vor der Festung. Er wird als neue Hauptwegerschließung zum „Entdeckten Weg“ umgedeutet und führt den Besucher seitlich an der Rheinkante entlang des Plateaus zur Festung. Er verknüpft so die Festung mit dem ehemaligen Schlachtfeld und der Rheinkante.

    Die Fläche wird von Bäumen befreit, so dass die ursprüngliche Offenheit und Weite zurückgewonnen und die Festungsmauern wieder als Horizontlinie sichtbar wird. Leichte Rasensenken im Glacis zeichnen den historischen Verlauf der unterirdischen Verteidigungsgänge, der Anti-Minengänge nach. „Video- und Audioskope“ aus Cortenstahl ragen aus dem unterirdischen Raumsystem der Anti-Minen. In ihnen wird das Schlachtgeschehen vergangener Zeiten wieder erlebbar.

    Fläche

    270.000 m²

    Auftraggeber

    Land Rheinland-Pfalz

    Architektur

    Planwerk 590 Architekten

    Wettbewerb 2004, 2. Preis