Das neue Theater der Stadt Gütersloh bildet eine zentrale Adresse im stadträumlichen Gefüge. Gemeinsam mit dem Wasserturm und der Stadthalle entsteht ein neuer kultureller Kristallisationspunkt der Gütersloher Innenstadt.

    Der Theaterplatz selbst wird zum prominenten Entree der Innenstadt und ist gleichzeitig der Endpunkt einer spannenden Abfolge von Stadträumen. Er wird zur offenen, großzügigen Platzfläche, die den Theaterneubau, das neue Parkhaus und die bestehende Stadthalle materialeinheitlich miteinander in Verbindung bringt. Theater, Wasserturm, Stadthalle und Parkhaus stehen nun wie auf einem städtischen Teppich, die Offenheit und die Materialeinheitlichkeit des Platzes sorgen für attraktive Räume ohne Rückseitensituation. Zwei „Baumspangen“ begrenzen den Platz im Norden und im Süden.

    Am südlichen Platzrand definieren doppelreihige, kastenförmig geschnittene Linden den räumlichen Abschluss des Platzes. Zwischen der gläsernen Theaterfassade und der „Baumspange“ entsteht ein offener, sich zum Wasserturm hin verjüngender, multifunktional nutzbarer Platz. Die großzügige Liege-, Sitz- und Spiellandschaft aus Holzpodesten im lichten Schatten der Baumhaine ist großes Freiraummöbel, Raumgrenze und Aufenthaltsbereich in einem Element.

    Die Holzdecks führen mit dem Theatergebäude einen räumlichen Dialog. Sie sind Bühne und Tribüne. Vom Gebäudeinneren aus stellen sie die städtische „Bühne“ auf dem Platz dar, vom Platz aus gesehen sind sie die dem Theaterbau vorgelagerte „Tribüne“, von der aus durch die gläserne Theaterfassade das Leben im Gebäudeinneren verfolgt werden kann.

    Fläche

    6.450 m²

    Auftraggeber

    Stadt Gütersloh

    Wettbewerb 2008, 2. Preis