Der vernachlässigte Spielbudenplatz im Zentrum des Hamburger Kiezes St. Pauli liegt in einem lebendigen, bunten Stadtquartier. Eine zweite Haut legt sich geschmeidig über die vorhandene Platzfläche sowie ihre städtischen Ausstülpungen und fasst die geteilten Platzhälften zu einem einheitlichen Körper zusammen. Die Fläche wird zur ebenen, multifunktional nutzbaren, glatten Oberfläche. Die Ausstülpungen dienen als Café, Kiosk/Imbiss, Tattoo-/ Piercing-Studio, Tiefgaragenzufahrt und Sitzelemente.

    Der Platz ist sorgsam in einem an traditionelle Tribalgrafik angelehnten Stil "tätowiert", Ausdruck der Andersartigkeit, des Tabubruches und der Provokation. Er birgt in sich das Laute, Lebendige und Pompöse einer Metropole, aber auch das Lasterhafte, Verrückte und Schmerzhafte einer Großstadt, das sich besonders im Kiez von St. Pauli findet. Das "Tattoo" referiert auf den Ort und seinen Wandel in der öffentlichen Wahrnehmung und Funktion: vom lasterhaften, schmuddeligen Randbezirk zum hippen Aushängeschild der Stadt.

    Fläche

    7000 m²

    Auftraggeber

    Behörde für Bau und Verkehr, Hansestadt Hamburg

    Wettbewerb 2004, engere Wahl