Die verborgenen Gartenkabinette im schattigen Waldesgrund inszenieren den Kontrast zwischen naturnahem Waldbestand und gartenkünstlerischer Intervention. Bedruckte Textilwände mit abstrakten Auwaldmotiven umfassen das Kabinett. Grobe, rustikale Holzbänke und der Hirsch an der Wand erinnern an die verwunderliche, beunruhigende Idylle einer Jagdhütte. Künstliche Tannenbäumen stehen wie verlorenes Mobiliar auf einem Kunstrasenteppich. Ein Spiel mit dem Naturbegriff entsteht: Ein Kunstwald vor dem scheinbar "echten" Wald, der kein natürlicher Auwald mit jahreszeitlich bedingten Überflutungen mehr ist. Dieser künstliche Raum schafft eine überraschende, gewöhnungsbedürftige Distanz zur Natur des umgebenden Waldes. Wie natürlich ist

    Natur, wie künstlich die Kunst?

    Fläche

    150 m²

    Auftraggeber

    1. NÖ LGS Tulln 2008 Planungs- und Errichtungsgesellschaft m.b.H.

    Bauleitung für hutterreimann

    Christian Pfeuffer, Berlin

    Wettbewerb 2004, 2. Preis

    Planung und Realisierung

    2005 - 2008