Der gesamte Auwaldbereich wurde zum ruhigen, kontemplativen Naturpark. Die verschwundenen Altarme sind freigelegt, geflutet und zu naturnahen Fließgewässern wiederbelebt. Kanus und Tretboote laden zum feuchtfröhlichen Naturgenuss ein. Lichtungsachsen sind formales Grundgerüst der Au und deren neu eingesetzter Attraktion der Gartenschau. Sie stellen Sichtbezüge und Verbindungen zwischen Stadt, Messe und umgebender Donaulandschaft her.

    Die sensiblen Bestandslichtungen sind transformierte Wirtschaftsachsen des Auwaldes. Ausgebildet als Wiesenräume, geben sie Aus- und Einblick und dienen der Erschließung zwischen der Gartenschau und der Donau-Au. Die bunte Gartenpracht findet auf einer vorhandenen Lichtung statt. Die helle, offene Fläche steht im Kontrast zur Dichte des umliegenden Naturparks. Von Tulln kommend, werden die Besucher am Vorplatz der Landesgartenschau durch das Eingangsgebäude und die Bootsanlegestelle empfangen.

    Das Eingangsgebäude ist Besucherzentrum und Restaurant und liegt direkt an einem großen Teich. Die Restaurantterrasse auf der Gartenseite des Gebäudes lädt zur kulinarischen Pause ein. Weiter geht es auf den zentralen Festplatz mit der Waldbühne, die den Auftakt der Gartenschau bilden. Die Lichtungsgärten auf der großen, zentralen Waldlichtung sind das Herz der Gartenschau. Die Lichtungsachsen werden hier zum Wegesystem und bilden den Rahmen und die Grundstruktur für ein flexibles Angebot von Gärten unterschiedlicher Größe.

    Ein Rundweg aus orange leuchtendem Tartanbelag verläuft mäandrierend durch die Gärten und geleitet die Besucher zu allen Attraktionen. Transparente Holzlamellenwände fassen die Gartenräume und öffnen sie einladend zu den umliegenden Wegen. Die baumbestandenen Gartenplätze bieten kurze Verschnaufpausen in der Vielfalt der Mustergärten und rhythmisieren den Rundweg. Im Wald liegt das "Wellenspiel", ein abenteuerlicher Kinderspielbereich mit Tartanfischen, Kletterschiff, verbaubarem Flusslauf und Baumschaukeln.

    Ein Baumwipfelweg eröffnet das großartige Panorama der umgebenden Donaulandschaft. Der ehemalige Kugelfang am Ende des Gartenparcours ist als markantes Bestandselement freigestellt und pyramidal-skulptural modelliert. Über Treppen und Rampen begehbar, bietet er den Rückblick über das Gartenschaugelände.

    Fläche

    450.000 m²

    Auftraggeber

    1. NÖ LGS Tulln 2008 Planungs- und Errichtungsgesellschaft m.b.H.

    Architektur

    A_lab architektur, Jens Schmahl, Berlin

    Bauleitung für hutterreimann

    Christian Pfeuffer, Berlin

    Pflanzplanung Stauden

    Christian Meyer, Berlin

    Wechselflor

    Christine Orel, Herzogenaurach

    Wettbewerb 2004, 2. Preis

    Planung und Realisierung

    2005 - 2008