Im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens entstand der Entwurf für den Aussenraum des neuen Kultur- und Wohnquartiers B-Berlin. Die historischen Brauereigebäude werden saniert, sensibel erweitert und durch eine moderne Architektur ergänzt. Die Freiräume werden wie ein urbanes patchwork unterschiedlicher Nutzungseinheiten betrachtet: Jeder Teilbereich hat seine ganz eigene Charakteristik und Athmosphäre, zusammen bilden sie ein Konglomerat von Wohnen, Arbeiten, Freizeit- und Erholungsnutzung und kulturellem Vergnügen.

    B-Gardens   Die Gärten orientieren sich am Frucht und Blattwerk des echten Hopfens als Grundbestandteil des Bierbrauens. Als florale, kleinteilige Intarsienarbeit entstehen Gartenräume in einer ruhigen Grundfläche aus farbigem Asphalt eingelegt. Die Grundform, der einheitliche Rahmen der Gärten, bietet Raum für vielfältige, florale Inhalte. Hier lässt sich im Flanieren und ausruhen.

    B-Square   Als offener, multifunktionaler (Markt)Platzraum lädt er zum Bummeln und zum Aufenthalt ein. Und eröffnet Raum für Marktstände und events wie Feste, Konzerte und Kleinkunst. Die Mitte wird als Bewegungsraum, die Ränder werden eher als Aufenthaltsräume bzw. für langsame, flanierende Bewegung begriffen. Hier wird das Muster der Bestandsfassaden als ornamentaler Rand eines einheitlichen Platzbelages aufgegriffen.

    B-Village   Das Village ist der private Rückzugsraum der neuen Bewohner. Er ist Ort der Kontemplation und des spielerischen Umgangs mit den Liebsten, ein Alltagsraum. Private Terrassen oder Patios werden ergänzt durch einen gemeinschaftlichen, südwestexponierten grünen Freiraum mit einer großzügigen Sitz- und Liegelandschaft und einem zentralen Schmuckgarten. Warme, haptische Materialien wie Holz, Naturstein und Zierstauden und Solitärsträucher stehen im Mittelpunkt der Gestaltung.

    B-Borders   Der vorhandene, wilde begrenzende Rahmen wird zum "edlen Wilden" transformiert. Die Böschungen zur neuen Architektur, werden zu grünen Aushängeschildern des Quartiers, mit freien Baumhainen von Birken oder rotblühenden Robinien und eine monochrome Unterpflanzung aus Bodendeckern. Die Bepflanzung erinnert an die gegenwärtige Gestalt ohne sie nachzuahmen. Die Veredelung der wilden, naturnahen Spontanvegetation.

    Fläche

    23.500 m²

    Verhandlungsverfahren

    2012