Die Gestaltung der Außenanlagen greift die Formensprache der Baukörper und die vorhandene Topographie auf. Durch die unterschiedlichen Gebäudefluchten ergeben sich vielfältige Achsen, die sich in der Ausformung der Elemente im Außenraum widerspiegeln und differenzierte und vielfältige Freiraumnutzungen ermöglichen. Hochbeete auf Sitzhöhe mit sich verbreiternden Umrahmungen bieten gleichzeitig Platz zum Spiel und Aufenthalt.

    Der Schulgarten östlich des Hauptgebäudes terrassiert den ansteigenden Hang. Daraus ergeben sich verschiedene Beethöhen, die Kindern aller Körpergrößen eine einfache Zugänglichkeit zu den Pflanzbeeten ermöglicht. Die Erschließung wird über Treppen und Rampen gewährleistet und ermöglicht allen Schülern den Zugang zum Terrassengarten. Obstgehölze und Beerensträucher bilden eine Art „Naschgarten“.

    Das Sportfeld im Nordwesten des Planungsgebiets bildet mit der Sporthalle eine funktionale und räumliche Einheit. Es liegt ca. 70 cm unterhalb des umgebenden Geländes und wird gerahmt von einer Sitzstufenanlage. Durch das tiefer liegende Sportfeld kann das umlaufende Ballfangnetz niedriger gestaltet werden und tritt weniger in Erscheinung. Birkenreihen entlang des Zauns bilden einen zusätzlichen optischen Schutz. Das Sportfeld ist über Stufenanlagen und eine Rampe für alle Menschen barrierefrei zu erreichen. Da sich die Sporthalle in den Bullenberg einschneidet entsteht auf der westlichen Grenze ein Höhensprung der über eine Stützmauer abgefangen, und über eine Treppenanlage und eine Rampe ausgeglichen wird. Der Spielhang zwischen Sporthalle und Schulgebäude wird durch drei jeweils 50 cm hohe Stützmauern abgefangen und neu strukturiert. Kiefernpflanzungen am Hang bieten einen natürlichen Sonnenschutz und fügen sich nahtlos in die anschließende Bestandswaldfläche ein.

    Am Hangfuß liegt die Spielfläche mit Spielgeräten und einem Sandspielplatz mit einer breiten Einfassung. Ein Sonnensegel schützt die Kinder vor direkter Sonneneinstrahlung. Die Laufbahn mit Sprunggrube befindet sich am Kopf des Hangs und verläuft parallel zur Hangkante. Eine Sitzstufe entlang der Laufbahn fängt zum einen den Hang ab und bietet gleichzeitig Sitzplätze für Zuschauer und wartende Sportler. Die Erschließung der Laufbahn erfolgt über eine Treppenanlage entlang des Schulgebäudes. Körperlich beeinträchtigte Schüler können die Laufbahn über den südlichen Ausgang aus dem 2.OG barrierefrei erreichen.

    Jeweils 10 Pkw-Stellplätze befinden sich im Nordosten am Haupteingang und westlich der Sporthalle. Der nordöstliche Stellplatz bietet zusätzlich Platz für Kurzzeitparker. Der überdachte und eingehauste Müllstandplatz befindet sich im Nordosten direkt an der Chauseestraße, dadurch entstehen kurze Abholwege für die Müllabfuhr.

    Der Rodelberg im Osten des Grundstücks bleibt für die Öffentlichkeit erhalten und frei zugänglich. Die schützenswerte Trockenrasenfläche (Silbergras) befindet sich weiterhin im öffentlich zugänglichen Bereich. Ein öffentlicher Gehweg verläuft entlang der nördlichen Grundstücksgrenze und ermöglicht den gefahrlosen Zugang zum Haupteingang der Schule. Ein Zebrastreifen gegenüber des Haupteingangs bietet zusätzlichen Schutz für die Querung der Chausseestraße.

    Fläche

    14.000 m2

    Auftraggeber

    Stadt Königs Wusterhausen

    Architektur

    mayerwittig Architekten und Stadtplaner, Cottbus

    Wettbewerb 2017, 1. Preis

    Visualisierungen

    Werk 3, Berlin