Auf dem Gelände des zentralen Ausstellungsbereiches der BUGA 2015, des Packhofes, existierte seit 1867 eine Schiffswerft, die bis ins Jahr 1962 unter dem Namen Volkswerft „Ernst Thälmann“ neben Schleppern, Kuttern und Seinern auch Eisbrecher baute.

    Der Entwurf nimmt diesen Teil der Geschichte des Ortes auf und lässt die imaginäre Eisfläche des Packhofgeländes durch einen „Eisbrecher“ aufbrechen.

    Auf der verwunschenen, fast vergessenen Halbinsel zwischen Brandenburger Niederhavel und Nuthewinde kommt so eine spannende neue Schicht zum Vorschein: Innerhalb des neuen, rahmenden Uferweges bricht die Oberfläche in verschieden große Schollen, in deren Zentrum sich als „Eisbrecher“ ein Aussichtsbug aus Stahl erhebt.

    Dieser leitet den weiten Blick auf Ufer und Fluss, aber vor allem in Richtung der Altstadt Brandenburg. Eine integrierte Sitzstufenanlage dient als Tribüne und Aufenthaltsbereich. Zwischen großzügigen Rasenschollen, die zum Rasten und Sonnen einladen, treiben leuchtende Gartenschollen und schillernde Blumenschollen. Dazwischen schwimmen Holzdecks zum Verweilen.

    Das Schollenkonzept ermöglicht eine flexible Anpassung der Flächengrößen an die einzelnen Bedürfnisse.

    Die Einfassung der Schollen erfolgt durch weiß lackierte Schalbretter, die sich vom Boden bis in eine Höhe von maximal 1,5 m (Gartenschollen) steigern, so dass jeweils eine Seite eine barrierefreie Erschließung ermöglicht. Bei den Rasenschollen haben die Einfassungen Höhen bis 10 cm, bei den Blumenschollen von 20 bis 40 cm.

    In dem ruhigen Bereich zwischen der Wohnbebauung an der Packhofstraße wird die temporäre Spiellandschaft „Polarmeer“ angeboten. Hier kann man Abenteuer in einer arktischen Landschaft mit Eisbergen aus weißen Schalbrettern und bespielbaren Expeditionsbooten mit Rudern, Masten, Tauen und Wanten. erleben. Dieser Spielplatz kann bei Bedarf auch längerfristig für die Anwohner erhalten bleiben. 

    Fläche 

    35.000 m²

    Auftraggeber 

    Zweckverband Bundesgartenschau 2015 Havelregion

    Wettbewerb 2012, 3. Preis